Regionalliga vor erneuter Reform. 

Nur 3 Jahre nach der Einführung steht die Regionalliga schon wieder vor dem Aus, denn der DFB plant eine Neuordnung dieser Spielklasse. Thematisiert wird die Umstrukturierung der Regionalliga bzw. die Zusammenlegung mit den Oberligen für den DFB-Bundestag im Oktober 2010. Erst mal sollen alle Ideen auf den Tisch, ein konkretes Modell beinhaltet jedoch die Verschmelzung der Regional- und Oberligen zum neuen Unterbau der 3. Liga. Das heißt, es sollen "sechs bis acht" Oberligen unterhalb der 3. Liga als neue vierte Ligen aufgebaut werden, in denen am Ende Aufstiegsrunden die Aufsteiger in die dritte Liga ermitteln. Mit Zweitvertretungen der Profi-Teams. Die bisher vorgegebene Zuschauerkapazität von 5001 soll reduziert werden, um den realistischen Besucherzahlen der Spielklasse Rechnung zu tragen.

 

Teure Infrastruktur und dazu viel Geld für die Spielerbeine, das alles ist ohne finanzkräftige Sponsoren kaum mehr finanzierbar. Da sich schon seit Jahren der Übergang vom Amateurfußball zum Profifußball als schier unüberwindbares Hindernis darstellt, ist der Versuch der Spielklassenreform unterhalb der 3. Liga zunächst erneut gescheitert. Zwischen Ambitionen und wirtschaftlicher Vernunft gilt es jedoch genau abzuwägen und auf den Punkt gebracht:  

 

mehr Geld ausgeben als einnehmen kann auf Dauer nicht gut gehen! 

  

Obwohl es schon viele Mustervereine mit hohem Anteil von Spielern aus dem eigenem Nachwuchs gibt, die sich selbst in der Spitzenklasse der Oberligen etablieren konnten, in der Regionalliga bestimmt auch eine ordentliche Rolle spielen könnten und deren Spielstätten mit bescheidenen Mitteln für die Regionalliga aufzurüsten wären, entscheiden sich leider noch immer viele Entscheidungsträger und Funktionäre im Aufstiegsfall für Prestigeobjekte und belasten später in unverantwortlicher Weise die nächste Generation im Verein mit kaum noch lösbaren Problemen – und zwar auf Jahre hinaus. Viele Vereine haben das jetzt endlich begriffen und gehen mit 400 Euro Kickern in die Regionalliga Saison. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Spielklasse bieten derzeit keine Basis für Profikicker!

 

Gleich mehrere Vereine haben zuletzt in nur einer Regionalligasaison Schulden von mehr als 300.000 Euro angehäuft – und stehen nun vor einem riesigen Scherbenhaufen.  Mit Rot-Weiß Essen, Waldhof Mannheim oder SSV Reutlingen haben sich gleich mehrere ehemalige Bundesligisten Richtung Oberliga verabschiedet.

 

Eine große Front der so genannten Regionalliga Verweigerer ist entstanden und deren Argumente sind nachhaltig:  

Zitat aus dem Südwesten:
Der ehemalige Tabellenführer SC Idar-Oberstein hat ganz bewusst keine Lizenz für die Regionalliga beantragt. "Wenn Sie sich ansehen, wie da manche Klubs wieder runterkommen...", sagt Frank Bachhaus vom SC. "
DAS ist wohl der Spruch des Jahres!!!!

 

Mit unserer weitsichtigen Untersuchung der Regionalligatauglichkeit von Fußballvereinen können wir einen wertvollen Beitrag leisten, dass Vereine sich nicht überschulden und die Kosten jederzeit im Griff haben. Die Einsparungspotentiale sind enorm, um die DFB Auflagen zu erfüllen und eine wettbewerbsfähige Mannschaft aufzustellen. Man muss also das Rad nicht neu erfinden, sondern kann sich an bewährten Konzepten orientieren.  

 

Vereine wie 1.FC Heidenheim, Wormatia Worms, Bayern Alzenau, VFL Kirchheim, SC Hauenstein oder SVN Zweibrücken haben sich bereits für unsere analytische Vorgehensweise entschieden und sind dadurch vor unkalkulierbaren Risiken bestens geschützt. Am Beispiel des FSV Oggersheim in Ludwigshafen konnten wir aber auch selbst früh erfahren, wie die Abhängigkeit von einem einzigen Hauptsponsor das Gesamtgefüge empfindlich belasten kann – und zwar mit fatalen Folgen, verbunden mit dem tiefen Fall bis in eine untere Spielklasse. Ausgestattet mit einem reichhaltigen Erfahrungsschatz können wir heute entscheidend helfen, Fehler zu vermeiden und die Regionalligatauglichkeit in kurzer Zeit zu erlangen.

 

Trotzdem gilt: bei aller Theorie bleibt der Fußballsport eben doch in einem hohen Maße unberechenbar. Auf- und Abstiege sind und bleiben spannende Elemente dieses Sports und lassen sich nicht immer planen oder vermeiden. Genau das sollte in den Überlegungen aller Vereine dann aber auch zentral berücksichtigt werden.

 

 Aktuelles Interview von Conceptplan4 in der Stadionwelt:

Link: http://www.stadionwelt-business.de/index.php?head=Regionalliga-vor-Reform&rubrik=bau_und_planung&site=news_view&news_id=5670&kategorie=projektplanung&ukategorie=architekten

 

Bild: Mit Innovationen kann man auch preiswert aufsteigen: s.a. Bericht Bayern Alzenau

 CIMG2840